

Zu wissen dass wir zählen
mit unserem Leben
mit unserem Lieben
gegen die Kälte
Für mich, für Dich, für unsere Welt.
Ruth C. Cohn
Seit vielen Jahren begleitet mich in meinem Leben die Themenzentrierte Interaktion (TZI). Kurz gesagt ist die TZI ein werteorientierter Ansatz, um Teams und Gruppen zu leiten. Gleichzeitig ist die TZI sehr viel mehr. Getragen ist sie von der Vision einer solidarischen und friedlichen Welt. Ihre Grundannahme ist, dass alles mit allem verbunden ist und wir Teil eines großen Ganzen sind.
Begründet wurde die TZI von Ruth C. Cohn (1912-2010) als ein Ansatz der sogenannten „Humanistischen Psychologie“. Sie entwickelte die TZI mit dem Ziel, zu mehr Menschlichkeit im persönlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Zusammenleben beizutragen.
Ihre jahrelangen praktischen Erfahrungen sowohl mit Therapie- als auch mit Arbeitsgruppen führten sie zu der Idee, das heilsame Klima aus therapeutischen Settings in alltägliche Situationen zu übertragen und damit sehr viel mehr Menschen zu erreichen.
Kennzeichnend für die TZI sind eine achtsame Haltung sowie verschiedene Methoden, die in der TZI-Ausbildung gelernt werden können. Auf dieser Basis ist es mit TZI möglich, „Gedeihräume“ zu gestalten, in denen Menschen auf eine Weise miteinander leben, lernen und arbeiten, in der sie wachsen und sich entfalten können.
Das folgende Zitat beschreibt für mich den Wesenskern der TZI, nämlich die einzigartige Verknüpfung von Individualität und existenzieller Verbundenheit: „Ich möchte, daß jeder Mensch ganz ‚Ich‘ sagen lernt, weil er nur dann seine Erfüllung finden kann; und in jedem Ich ist bereits das Du und das Wir und die Welt enthalten.“ (Ruth C. Cohn)
Zu diesem „Ich-Sagen“ gehört: Die eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und kommunizieren. Das individuelle Potenzial entfalten und ins Miteinander einbringen. Die eigenen Werte und Visionen vertreten und leben. Und es schließt auch mit ein, das „Ich-Sagen“ von anderen zu achten.
So ist das „Ich-Sagen“ weit entfernt von einer egozentrischen Perspektive, sondern geschieht immer aus dem Bewusstsein der existenziellen Verbundenheit mit allen und allem. Mit diesen Perspektiven sind die Gedanken von Ruth C. Cohn aus meiner Sicht auch für die heutige Zeit hochaktuell und zukunftsweisend.
Meine zweite fachliche Leidenschaft ist das Ausdrucksmalen. Einige Gedanken und Erfahrungen dazu, wie sich in der Verbindung von TZI und Ausdrucksmalen kreative Gedeihräume gestalten lassen, habe ich hier veröffentlicht.
„Ich habe bereits an mehreren TZI-Seminaren von Margit teilgenommen und bin immer wieder aufs Neue begeistert. Margit schafft es durch ihre ruhige, humorvolle und einfühlsame Art jedes Gruppenmitglied wahrzunehmen und auf jeden individuell einzugehen, ohne dabei den Gruppenprozess aus dem Blick zu verlieren. Ihre Seminare sind fachlich sehr fundiert und weisen immer einen hohen Praxisbezug auf, der es ermöglicht die Inhalte auch in das persönliche Handlungsfeld umzusetzen. Für mich war es immer eine große Bereicherung an einem Seminar von ihr teilnehmen zu können, ich freue mich auf viele weitere. Vielen Dank, Margit!“ Laura